Wer wir sind

Aus Protest gegen den Golfkrieg schlossen sich Anfang Februar 1991 im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen alte und junge Leute, GewerkschafterInnen, Mitglieder von politischen Parteien, AnhängerInnen der Friedensbewegung und bis dahin unorganisierte KriegsgegnerInnen zu einer Friedensinitiative zusammen. Seither sind wir in vielfältiger Weise friedenspolitisch aktiv.

Wir verstehen uns als ein überparteiliches und konfessionell ungebundenes Aktionsforum: In der Friedensinitiative treffen sich Leute, die etwas tun wollen, ohne gleich irgendwelche Verpflichtungen eingehen zu müssen.

Im Juni 2001 haben Mitglieder der Friedensinitiative einen Verein gegründet, der seit 2006 den Namen "Verein zur Förderung von Friedensarbeit im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen e.V." trägt.  Der Verein ist als "gemeinnützig" anerkannt. Wer unsere Arbeit gut und wichtig findet, kann uns seither auch durch eine Mitgliedschaft unterstützen.

Was wir denken

Wir sind der Meinung, dass jeder Krieg ein Verbrechen an Mensch und Natur ist. Es gibt keinen »gerechten Krieg«.

Der Einsatz von militärischer Gewalt ist ein völlig ungeeignetes Mittel, um dauerhaft Konflikte zu lösen. Bereits die Drohung mit militärischer Gewalt setzt eine Spirale der Eskalation in Gang, die nur schwer wieder aufzuhalten ist.

Mit militärischer Gewalt lässt sich die Einhaltung von Menschenrechten nicht durchsetzen. Ganz im Gegenteil: Mit dem Einsatz von Bomben und Granaten werden Menschenrechte verletzt.

Militärische Gewalt ist zur Bekämpfung des Terrorismus völlig ungeeignet. Krieg ist selbst eine Form von Terror.

Letztendlich ist militärische Gewalt ungeeignet, eine Gesellschaft und deren Güter zu verteidigen. Denn, der Einsatz von Waffengewalt führt zur Zerstörung von dem, was eigentlich geschützt werden soll.

Militär fördert nicht die Verständigung zwischen den Völkern sondern sät Misstrauen und Angst. Militär ist destruktiv. Aus diesen Gründen lehnen wir militärische Gewalt und Militär an sich ab. Wir fordern daher langfristig die Abschaffung der Bundeswehr.

Für uns ist Frieden mehr als die Abwesenheit von Krieg. Echter Frieden durchdringt vielmehr alle Aspekte des gesellschaftlichen Lebens. Friedenspolitisches Engagement kann daher sehr vielfältig sein. Es reicht von der Friedenserziehung, über das Eintreten für soziale Gerechtigkeit bis hin zum zivilen Ungehorsam gegen Gewalt, Terror und Krieg.

Was wir wollen

Die Alternative zu Militär und Krieg erfordert neues Denken. In diesem Sinne ist eine neue Sicherheitspolitik notwendig, die nicht auf militärischer Abschreckung, sondern auf zivile Konfliktlösung basiert. Wir treten deshalb ein, für

  • ein Verbot des Exports von Rüstungsgütern und Waffen,

  • eine Intensivierung der Friedens- und Konfliktforschung,

  • die Bearbeitung und Lösung von Konflikten mit zivilen Mitteln,

  • eine Stärkung und Demokratisierung der UNO und der OSZE,

  • und für eine gerechte Verteilung der Ressourcen, sowie einen fairen Handel und Interessenausgleich zwischen den Völkern.

Unsere Vision ist eine Welt ohne Krieg, die auf Kooperation und Solidarität aufbaut und in der die Menschen in Frieden und Freiheit miteinander leben.

Wir wissen, dass es ein weiter, mühsamer Weg ist, dies zu erreichen. Und wir sind uns der derzeitigen Machtverhältnisse bewusst. Trotzdem: Wir können entweder die Hände in den Schoß legen, nichts tun und auf bessere Zeiten hoffen, oder wir nehmen unsere Zukunft selber in die Hand, versuchen andere Menschen von unseren Ideen zu überzeugen und üben Druck auf die Politik und Wirtschaft aus, indem wir vehement unsere Interessen einfordern.

Was wir machen

Krieg und Frieden "fallen nicht vom Himmel". Wir wollen dazu anregen, in der Gesellschaft eine breite Diskussion über die Ursachen von sozialer Ungerechtigkeit, Konflikten, Gewalt und Krieg zu führen. Wir wollen Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, wie mit gewaltfreien Mitteln Konflikte und deren Ursachen bearbeitet werden können. Hierzu organisieren wir Mahnwachen, Demonstrationen und andere phantasievolle, gewaltfreie Aktionen. Nach dem Motto »Gemeinsam etwas bewegen«, suchen wir die Zusammenarbeit und den Austausch mit anderen Menschen und gesellschaftlichen Gruppen, wie etwa Gewerkschaften Parteien und Kirchengemeinden.

 

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